Es nervt. Seit Monaten spinnt die Internetverbindung, die Fritzbox lässt mich nicht ins WWW, und ich sitze hier wie in der digitalen Steinzeit. Am 12. August ist endlich Schluss damit – dann bekomme ich meinen eigenen Glasfaseranschluss. Halleluja.
So ganz ohne Musik, TV und Internet ist das Leben erstaunlich langatmig, besonders wenn die körperliche Energie gerade mal dafür reicht, sich einen Kaffee zu machen. Man merkt erst, wie viel Alltag an diesem kleinen unsichtbaren Datenstrom hängt.
Zwischendurch hatte ich mal kurz Internet übers Handy – und was macht man als erstes? Genau: shoppen. Ich hab mir UV-Resin bestellt. Wollte ich schon immer ausprobieren. Und jetzt hat mich das Fieber gepackt. Es macht total Spaß, ist kreativ, und man braucht kaum Platz. Perfekt für Tage, an denen der Körper Pause macht, aber der Kopf trotzdem etwas Schönes erschaffen will.
Vielleicht ist das ja die gute Seite an der ganzen Internetmisere: Man entdeckt Dinge, die man sonst immer vor sich hergeschoben hat. Und bis der Glasfaseranschluss endlich läuft, glitzert es hier eben weiter aus der Resin-Ecke.