Mastodon

Hier einmal in ganz persönlicher eigener Sache:

Ich schreibe offen über mein Leben, weil meine Sicht sonst niemand erzählt. Meine Beiträge sind öffentlich — und es ist völlig in Ordnung, wenn auch das Jugendamt mitliest. Ich nenne keine Namen, keine Schuldigen. Ich schreibe über ME/CFS, über Liebe, über Verlust und darüber, wie Entscheidungen manchmal weh tun. Gefühle sind keine Straftat. Meine Wahrheit auch nicht.

Veröffentlicht in

Mein Depeche‑Mode‑Tag – und warum er sich anfühlt wie Heimkommen

Heute bin ich wieder komplett auf meinem Depeche‑Mode‑Trip. So richtig. Mit allem drum und dran.

Ich sitze hier, schaue mir ein Livekonzert nach dem anderen auf YouTube an, und während Dave Gahan über die Bühne schwebt wie ein dunkler Engel, bastle ich nebenbei an meinen neuen Ohrringen, die ich mit UV‑Resin gegossen habe. Multitasking auf Petra‑Art.

Und während ich da so sitze, merke ich wieder, wie sehr mich diese Band seit 1981 begleitet. Seit ich Fan bin – und das ist inzwischen ein ganzes Leben.

Depeche Mode ist für mich nicht einfach Musik. Es ist ein Zeitstrahl.

Jedes Album, jeder Song, jedes Konzert verbindet sich mit irgendeinem Moment meines Lebens. Mit Menschen, die da waren. Mit Menschen, die gegangen sind. Mit Entscheidungen, die ich getroffen habe. Mit Dingen, die ich überlebt habe.

Manchmal denke ich: Wenn man mein Leben als Playlist hören würde, wäre mindestens die Hälfte davon Depeche Mode.

Und heute ist wieder so ein Tag, an dem ich mich einfach in diese Welt fallen lasse. In die Synths, die dunklen Beats, die Melancholie, die Energie. In dieses Gefühl von „Ich bin nicht allein, ich bin Teil von etwas Größerem“.

Während ich meine Ohrringe aushärten lasse, läuft ein Konzert von 1993. Ich kenne jede Bewegung, jede Geste, jeden Ton. Und trotzdem fühlt es sich jedes Mal neu an.

Vielleicht, weil Depeche Mode für mich immer ein Stück Heimat war. Ein Ort, an den ich zurückkehren kann, egal wie chaotisch das Leben gerade ist. Ein Sound, der mich sortiert, beruhigt, auflädt – je nachdem, was ich gerade brauche.

Heute brauche ich einfach dieses Gefühl von „Ich bin wieder ich“. Und genau das gibt mir diese Musik.

Also sitze ich hier, zwischen UV‑Resin, Glitzerpigmenten, YouTube‑Konzerten und Erinnerungen – und denke: Manchmal reicht ein Depeche‑Mode‑Tag, um sich wieder zu spüren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Cookie Consent mit Real Cookie Banner