Hier einmal in ganz persönlicher eigener Sache:

Ich schreibe offen über mein Leben, weil meine Sicht sonst niemand erzählt. Meine Beiträge sind öffentlich — und es ist völlig in Ordnung, wenn auch das Jugendamt mitliest. Ich nenne keine Namen, keine Schuldigen. Ich schreibe über ME/CFS, über Liebe, über Verlust und darüber, wie Entscheidungen manchmal weh tun. Gefühle sind keine Straftat. Meine Wahrheit auch nicht.

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6.Oktober 2021

Ein Monat zwischen Hoffnung und Zerbrechen

Der Oktober begann mit etwas ganz Kleinem. Etwas Alltäglichem. Etwas, das in einer normalen Familie kein Problem wäre.

Am 6. Oktober schrieb ich meinem Sohn:

Hi Kev, könntest du mir bitte die 80er Matratze wieder runterbringen? Die 140er ist komplett durch – die Federn kommen schon durch. Darauf kann ich nicht mehr schlafen. Danke.“

Eine einfache Bitte. Und doch fühlte sich selbst so etwas damals schon schwer an, als würde jedes Wort durch ein Minenfeld laufen.

Ein Kind, das immer wieder „Nein“ hört

Immer wieder sah mich Danny im Garten und fragte, ob er zu mir kommen dürfe. Immer wieder sagte sein Vater „Nein“. Und jedes Mal tat es weh – nicht nur mir, sondern auch ihm. Man sah es in seinen Augen, in seinem kleinen Körper, der kurz zusammensackte, bevor er sich wieder fing.

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