Meine Kinder

6.Oktober 2021

Ein Monat zwischen Hoffnung und Zerbrechen

Der Oktober begann mit etwas ganz Kleinem. Etwas Alltäglichem. Etwas, das in einer normalen Familie kein Problem wäre.

Am 6. Oktober schrieb ich meinem Sohn:

Hi Kevin, könntest du mir bitte die 80er Matratze wieder runterbringen? Die 140er ist komplett durch – die Federn kommen schon durch. Darauf kann ich nicht mehr schlafen. Danke.“

Eine einfache Bitte. Und doch fühlte sich selbst so etwas damals schon schwer an, als würde jedes Wort durch ein Minenfeld laufen.

Ein Kind, das immer wieder „Nein“ hört

Immer wieder sah mich Danny im Garten und fragte, ob er zu mir kommen dürfe. Immer wieder sagte sein Vater „Nein“. Und jedes Mal tat es weh – nicht nur mir, sondern auch ihm. Man sah es in seinen Augen, in seinem kleinen Körper, der kurz zusammensackte, bevor er sich wieder fing.

Frühjahr 2021

Im Frühjahr 2021 drehte sich in unserer Familiengruppe plötzlich alles um Corona‑Tests. Ein Test war positiv, der nächste negativ, und jeder versuchte irgendwie, Ordnung in das Durcheinander zu bringen. Termine wurden gemacht, Ergebnisse geteilt, und am Ende war zum Glück alles negativ.

Zwischendurch liefen die üblichen kleinen Alltagsnachrichten: Wer braucht etwas aus dem Laden? Hat jemand eine Auflaufform gesehen? Liegt irgendwo eine Sense herum? Es war dieses typische Familien‑Hin‑und‑Her, das mal chaotisch, mal ganz normal wirkt.

Im September kam dann ein Moment, der etwas in der Stimmung veränderte. Ich schlug vor, dass die Kinder bei dem schönen Wetter in den Garten könnten. Doch Brittany wartete auf ihre Mutter und wollte den Tag nur mit ihr verbringen. Ein Gespräch war nicht gewünscht, und kurz darauf verließen Kevin und Brittany die Gruppe.

Es war kein großer Knall, eher ein stiller Schnitt. Einer dieser Momente, in denen man merkt, dass sich etwas verschoben hat – leise, aber spürbar.

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