Hier einmal in ganz persönlicher eigener Sache:

Ich schreibe offen über mein Leben, weil meine Sicht sonst niemand erzählt. Meine Beiträge sind öffentlich — und es ist völlig in Ordnung, wenn auch das Jugendamt mitliest. Ich nenne keine Namen, keine Schuldigen. Ich schreibe über ME/CFS, über Liebe, über Verlust und darüber, wie Entscheidungen manchmal weh tun. Gefühle sind keine Straftat. Meine Wahrheit auch nicht.

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Wenn der Körper nicht mehr zurückschaltet: Mein Weg seit Mitte Mai

Seit meinem zweitägigen Besuch im Europapark Mitte Mai hat sich mein Zustand deutlich verändert. Ich bin noch weniger belastbar als vorher. Mein Körper reagiert schneller und heftiger.

ME/CFS begleitet mich seit vielen Jahren, aber nach diesen zwei Tagen im Park hat sich mein Zustand spürbar verschlechtert. Es fühlt sich an, als hätte sich eine zusätzliche Schicht Erschöpfung aufgebaut, die einfach nicht mehr verschwindet.

Einkaufen bedeutet im Moment mindestens zwei Tage völlige Kraftlosigkeit. In dieser Zeit schaffe ich kaum mehr als einen Kaffee zu machen oder ein Brot zu schmieren. Selbst kleine Tätigkeiten wie Duschen oder die Waschmaschine füllen bringen mich in einen Zustand, der sich wie ein kompletter Zusammenbruch der Kräfte anfühlt.

Das ist die Realität meines Körpers – ein Alltag, der plötzlich nicht mehr funktioniert wie früher.

Meine Ärztinnen und Ärzte können mir bisher nicht erklären, warum mein Körper so stark reagiert. Ich kann nur beschreiben, wie es sich anfühlt, wenn ME/CFS nach einer Überlastung nicht mehr zurückschaltet. Was früher selbstverständlich war, ist heute ein Kraftakt. Und vieles, was früher ein Kraftakt war, ist jetzt schlicht nicht mehr machbar.

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