Hier einmal in ganz persönlicher eigener Sache:

Ich schreibe offen über mein Leben, weil meine Sicht sonst niemand erzählt. Meine Beiträge sind öffentlich — und es ist völlig in Ordnung, wenn auch das Jugendamt mitliest. Ich nenne keine Namen, keine Schuldigen. Ich schreibe über ME/CFS, über Liebe, über Verlust und darüber, wie Entscheidungen manchmal weh tun. Gefühle sind keine Straftat. Meine Wahrheit auch nicht.

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Einmal im Jahr:

Unser kleiner Weihnachtsmarkt‑Zauber.

Einmal im Jahr packe ich meine Bastelarbeiten zusammen, lade alles ins Auto und fahre nach Neu‑Isenburg auf den Weihnachtsmarkt. Nicht, um das große Geld zu verdienen — ganz bestimmt nicht. Lach. Sondern weil es einfach Spaß macht.

Es ist dieses besondere Gefühl, wenn man zwischen all den Lichtern steht, die kalte Luft in der Nase, und die Leute neugierig über den Stand schauen. Manche bleiben stehen, manche lächeln nur kurz, manche erzählen kleine Geschichten, die man nie vergisst. Und mittendrin wir zwei — Heike und ich — mit unseren selbstgemachten Dingen, die irgendwie immer ein Stück Herz in sich tragen.

Für uns ist es kein Geschäft, sondern ein Ritual. Ein Tag, an dem wir rauskommen, reden, lachen, frieren, wieder lachen, und am Ende mit warmen Händen und kalten Füßen nach Hause fahren. Und jedes Jahr sagen wir: „Nächstes Jahr wieder.“

Manchmal sind es genau diese kleinen Traditionen, die das Leben schön machen.

Und wenn wir am Ende des Tages mit kalten Füßen, warmem Glühweinherz und exakt 27 Euro Umsatz nach Hause fahren, wissen wir: Wir sind eindeutig im falschen Business — aber im richtigen Leben.

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